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Freitag, 03.04.2020

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Der Beo - Zootier des Jahres 2020

Vor zehn bis 20 Jahren sah man Beos häufig in deutschen Zoogeschäften. Bei diesen Vögeln handelte es sich stets um Wildfänge, da die Zucht der Tiere aufwendig ist und der Import der Vögel viel günstiger war. Das erstaunliche Talent der Beos, Stimmen zu imitieren, stellt selbst das mancher Papageien in den Schatten. Doch wird ihnen dieses Sprachtalent auch zum Verhängnis, denn Beos gelten daher weltweit und besonders im asiatischen Raum als beliebte und vielgehandelte Vogelart, was ihnen ein einsames Leben in meist kleinen Käfigen beschert. Somit stehen einige Arten heute kurz vor der Ausrottung durch den Menschen.

Für den Titel „Zootier des Jahres“ werden Tierarten ausgewählt, deren Bedrohung bisher nicht im Fokus der Öffentlichkeit steht. In der jüngeren Vergangenheit wurden schon zahlreiche Tierarten unbeachtet ausgerottet, auch weil ihre Gefährdung nicht genug Aufmerksamkeit in den Medien fand. Das soll sich mit dem Titel „Zootier des Jahres 2020“ nun für den Beo ändern. Ziel der Kampagne ist es deshalb, mehr Aufmerksamkeit auf die schwierige Situation der intelligenten Starenvögel zu lenken, die Erhaltungszuchtbemühungen der Zoologischen Gärten und die Schutzprojekte in den indonesischen Ursprungsländern zu unterstützen.

Die „Zootier des Jahres“- Kampagne 2020 unterstützt besonders zwei Beo-Schutzprojekte in ihrem Ursprungsland Indonesien. Auf der Insel Java wird ein eigens für die anspruchsvollen Bedürfnisse der Beos entworfener Volierenkomplex gebaut. Hier erhalten zwei stark gefährdeten Unterarten die Chance auf ein Fortbestehen ihrer Art. Zeitgleich wird versucht, private Halter davon zu überzeugen, weitere Vögel dieser seltenen Arten für die Nachzuchtprogramme zur Verfügung zu stellen. Intensive Aufklärungsarbeit vor Ort soll helfen zu verhindern, dass Beos für die private Haltung weiter der Natur entnommen werden.

Das zweite Projekt befindet sich auf der Insel Nias und kämpft mit dem Aufbau einer Erhaltungszuchtstation um den Erhalt des nur auf Nias vorkommenden, von der Ausrottung bedrohten Nias-Beos. Nach Schaffung notwendiger Voraussetzungen sollen Tiere aus der Zuchtstation wieder in die Wildnis entlassen werden. Für dieses Vorhaben wird durch die „Zootier des Jahres“-Kampagne 2020 das Anlegen spezieller Baumschulen gefördert. Hier sollen heimische Baum- und Straucharten angezogen und zur Aufforstung verfügbar gemacht werden, um den Beos zukünftig auch ausreichend Futterpflanzen zu sichern.

In Deutschland wird im Zuge der „Zootier des Jahres“-Kampagne im Vogelpark Marlow ein Zentrum für die Beo-Partnervermittlung, ein „Beo-Dating-Center“ aufgebaut. Beos sind sehr anspruchsvoll bei der Partnerwahl, und selbst führ erfahrene Züchter ist es anspruchsvoll, hier mit Nachzuchten erfolgreich zu sein. In Marlow sind die Bedingungen ideal, um bisher unverpaarten Beos die Chance zu bieten, ihre „große Liebe“ zu finden. Deshalb hat auch der Vogelpark Viernheim die Nachzuchten aus dem Jahr 2019 nach Marlow abgegeben – in der Hoffnung, dass sie hier den passenden Partner fürs Leben finden.

Die Projekte auf den Inseln Java und Nias (Indonesien)